Unsere Schulstruktur

Wechselt ein Kind nach der Grundschulzeit an unsere Schule, so muss im Verlauf der Klasse 4 eine Entscheidung für einen Bildungsgang getroffen werden. Je nach Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft kann das Kind in unseren Gymnasialzweig oder unseren Mittelstufenschulzweig wechseln.

Der gymnasiale Bildungsgang bereitet vom ersten Tag an auf das Abitur vor. Der Klassenverband, wie er mit dem Übergang in diesen Zweig entsteht, bleibt in der Regel bis zum letzten Schultag der Kinder bestehen. In der Klasse 7 wählen die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern eine zweite Fremdsprache aus. Dabei haben sie die Wahl zwischen Französisch und Latein. In den Klassen 9 und 10 kann aus verschiedene Themen für den Wahlunterricht eines gewählt werden. Das Angebot reicht dabei von der „Junior-Ingenieur-Akademie“, die in Kooperation mit den Beruflichen Schulen angeboten wird über „Ernährung und Soziales“ bis zu „Naturwissenschaften“. Allerdings stehen nicht alle Angebote in jedem Jahr zu Verfügung.

Im Mittelstufenschulzweig lernen die Kinder in der Aufbaustufe (Jahrgangsstufen 5 bis 7) gemeinsam, allerdings werden sie ab der Klasse 7 nach Leistungsniveaus in den Fächern Mathematik und Englisch getrennt in Grund- und Erweiterungskursen unterrichtet. Auf Basis der in diesem Jahr erzielten Ergebnisse spricht die Klassenkonferenz mit dem Februarzeugnis der siebten Klasse eine Empfehlung zum weiteren Bildungsgang aus.

Ab der Jahrgangsstufe 8 werden die Kinder in neu zusammengesetzten Klassen mit Blick auf den gewünschten Abschluss unterrichtet: der praxisorientierte Bildungsgang führt zum Hauptschulabschluss, der mittlere Bildungsgang zum Realschulabschluss (mittlere Reife).

Als Gesamtschule legen wir großen Wert auf die Durchlässigkeit zwischen unseren Bildungsgängen. Ebenso wie z. B. schwache Gymnasialschülerinnen und -schüler in den Realschulzweig wechseln können um wieder Erfolge und damit mehr Freude an der Schule zu erleben, können auch starke Schülerinnen und Schüler z. B. vom praxisorientierten zum mittleren Bildungsgang wechseln, wenn die unterrichtenden Lehrkräfte eine erfolgreiche Mitarbeit erwarten.

In jedem Fall berechtigt ein guter Abschluss immer zur Teilnahme am Unterricht des benachbarten Bildungsganges: genauso wie gute Hauptschüler nach der Klasse 9 bei uns in einer Realschulklasse 10 einen Realschulabschluss anstreben können, können auch gute Realschüler ein berufliches Gymnasium oder eine gymnasiale Oberstufe besuchen.