Gemeinsam gegen Diskriminierung

Die Jahrgangsstufe 9 am Ende eines erfolgreichen Projekttages

In diesem Jahr wird 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland gefeiert.

Doch was bedeutet das?

Dieses Jubiläum ist nicht nur ein Anlass, um ausgelassen zu feiern, sondern regt gleichzeitig zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und zum Nachdenken über heutiges Zusammenleben an.

Über einen ganzen Vormittag hinweg setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Johannisberg-Schule in Witzenhausen mit dem Thema „Jüdisches Leben und Antisemitismus“ auseinander. Das Besondere: Sie hatten dabei jüdische Gesprächspartner. Der bekannte jüdische Rapper Ben Salomo berichtete, dass insbesondere im Gangsta-Rap Vorurteile und Hass gegen Juden verbreitet sind. Auch in seinem eigenen Leben ist er schon oft mit Antisemitismus konfrontiert worden. „Ich hätte nicht gedacht, wie extrem der Hass auf Juden in der Musikszene ist“, bekannte ein Schüler.

Der jüdische Student Frederic Willing stellte sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Was bedeutet Jude-sein im Alltag? Wie stehen die Juden zu anderen Weltreligionen? Welche Regeln gibt es im Judentum?

Die Food-Journalistin Sabine Knappe bereitete in der Schulküche mit den Schülerinnen und Schülern leckeres jüdisches Essen vor.

Und Martin Arnold informierte über die jahrhundertelange Geschichte der jüdischen Gemeinde in Witzenhausen und ihre Auslöschung durch den Nationalsozialismus.

„Seid wachsam gegenüber jeder Form von Diskriminierung“, ermahnte Schulleiter Andreas Hilmes, „insbesondere auch gegen die Diskriminierung von Juden.“ Er dankte den Lehrkräften Luisa Amlung und Philip Ernst für die Vorbereitung des Tages, auch den jüdischen Gästen und anderen Mitwirkenden. Der Projekttag wurde durch den Verein „1.700 Jahr in Deutschland“ und die Friedrich-Naumann-Stiftung gefördert.

 

 

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