Nach der Lektüre des Tagebuchs der Anne Frank bewegt diese Frage. Die Schülerinnen und Schüler der 8a/b suchten bei einem Besuch der ehemaligen Synagoge in Abterode eine Antwort auf diese Frage. Sie wurden von Herrn Arnold und Herrn Baier vom Verein der Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis auf eine wahre Entdeckungsreise eingeladen. Sie recherchierten anhand unterschiedlicher Quellen über die Tablets das Zusammenleben zwischen Juden und Christen am Ende des 19. Jahrhunderts bis hin zum Nationalsozialismus. Bei den anschließenden Präsentationen der Schülerinnen und Schüler stand immer die Frage im Vordergund: War es ein Miteinander, ein Nebeneinander oder ein Gegeneinander? Die Ausführungen der Schülerinnen und Schüler zeigten, dass es eine Zeit des Miteinanders gab, wenn man bspw. gemeinsam Hochzeit feierte und sowohl koschers Essen als auch „nordhessische“ Kost anbot. Bis 1933 gab es im heutigen Werra-Meißner-Kreis 13 jüdische Gemeinden, die während des Nationalsozialismus komplett ausgelöscht wurden. In der Pausenzeit hatten die Schülerinnen und Schüler die einzigartige Gelegenheit mittels VR-Brille eine ehemalige Mikwe, d.h. ein rituelles Tauchbad, und die ehemalige Synagoge in Eschwege zu besichtigen. Abschließend konnte auf die Frage keine einfache Antwort gefunden werden. Klar ist jedoch, dass es wieder passieren kann und das wir alle die Verantwortung tragen, dass es nicht noch einmal passiert. Die Schülerinnen und Schüler wurden an diesem besonderen Ort interessengeleitet, autonom arbeitend und durch verständliche Erklärungen der beiden leidenschaftlich Engagierten für die Themen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus sensibilisiert. Die Schülerinnen und Schüler empfehlen die ehemalige Synagoge ganz klar als außerschulischen Lernort.







